Flatratesaufen: you have reached your final destination.

15 Jahre, hat es mit einer knackigen Alkoholvergiftung bis auf unsere Intensiv geschafft. Der Kollege konnte es sich nicht nehmen lassen einen modifizierten Intensivplan zu schreiben.
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PS: Früher haben wir Infusionen und Antiemetika, manchmal auch Glukose aufgeschrieben > Kater adé. Das machen wir nicht mehr. Es fehlt der pädagogische Effekt. Stattdessen gibt es für alle eine Windel. Das wirkt und spricht sich rum.

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19 Gedanken zu “Flatratesaufen: you have reached your final destination.

  1. Die Würde eines Menschen ist unantastbar. Aber bei (hilflosen) Menschen, die deiner Moral zuwiderhandeln machst Du eine Ausnahme? Denk mal drüber nach.

    1. Es ist wirklich eine spannende Frage, wie man mit unangenehmen bis widerwärtigen Personen umgeht, mit denen man aus arbeitstechnischen Gründen konfrontiert wird. Es bringt ein ethisches Dilemma mit sich. (Wie gehe ich mit Nazis, Junkies, Totschlägern,… um?)

      Also was würde ich tun?
      Ich würde mein Handeln reflektieren, um es auf eine mit den Gesetzen zu vereinbarende und moralisch vertretbare Grundlage zu setzen.

      Und genau das würde ich auch gebetsmühlenartig Postulieren. Jeder wird professionell Behandelt!

      Der Knackpunkt ist, finde ich, dass Du (narkosearzt) wahrscheinlich ein reflektierter Profi bist und ehrenhaft handelst, Du aber mit deinem obigen Blogpost viel mehr Fragen aufwirfst, als dass Du dem neugierigen Leser einen erhellenden Einblick in deine Arbeit gewährst. (Wird aber in den Kommentaren fleißig nachgeholt, wie ich sehe 🙂

      Die meisten Leser werden sich nämlich, so wie ich, fragen: Was geht hinter den geschlossenen Türen der Klinik/Intensvstation ab und was denkt sich der Arzt in wirklichkeit, den ich im Krankenhaus (oder im Notarztfahrzeug an mir vorbeihuschend) eigentlich immer nur kurz sehe.

      Im Hinterkopf habe ich übrigens die Diskussion um die Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland.

      Interessanter Blog, freue mich auf neue Einträge!
      Lieber Gruß

      wwwwww

  2. Ist bei uns auch so, Windel und keine besonders freunliche Behandlung.
    Allerdings kommen bei uns unter 18-jährige auf die Kinderstation und dies ist Ihnen oft nochmals peinlicher.
    Infusion, Glukose und Co. gibts nur noch, wenn es wirklich notwendig ist.

  3. und unter 18 jährige dürfen auch nicht einfach das Krankenhaus verlassen, sondern müssen ganz offiziell von den Eltern abgeholt werden… Schon sehr interessant, was man da so zu hören bekommt 😉

  4. Soll also heissen, es wird bewusst nicht die optimale Therapie gewaehlt. Nur eine klitzekleine Frage, aber ist die Entscheidung ueber die Bestrafung von Fehlverhalten — gerade auch bei Jugendlichen — hierzulande nicht Richtern und Gerichten (wenn schon nicht die Eltern gefragt werden) vorbehalten? Ja, es ist sicherlich frustrierend und ja, es ist nicht erfreulich aber hier steht nichts anderes als dass es Aerzte gibt, die bewusst entscheiden Menschen leiden zu lassen weil sie den Grund ihrer Erkrankung (oder ist eine Alkoholvergiftung keine Erkrankung) verwerflich finden. Was kommt als naechstes? Keine Pille danach fuer unvorsichtige Frauen? Oder schon Pille danach, aber keine Betreuung und keine Schmerzmittel? Oder erst beim 3. Mal keine Pille danach mit ordentlicher Betreuung?
    Was mich beinahe noch mehr entsetzt ist wie hier auf Demuetigung (und im Kommentar unfreundliche Behandlung) als paedagogisches Konzept gesetzt wird. Das ist bestimmt eine super Idee und wird bei jedem Betroffenen bestimmt ein tiefes Vertrauen in Krankenhaeuser und Aerzte wachsen lassen. Das ist schwarze Paedagogik par excellance. Wie reagieren eigentlich die Eltern? Wissen die, das hier bewusst nicht alles fuer das Wohl ihrer Kinder getan wird? Sind die einverstanden (=gibt es von denen eine Einverstaendniserklaerung)?

    Und wenn man die gleichen Pappenheimer jedes Wochenende wieder einsammelt — ja, das ist Mist, aber das ist nunmal der Job. Und diese Frustration gehoert dazu. Dafuer darf man es Abrechnen.

    Dieser Blogpost hat mein Vertrauen in die Notfallmedizin schwer erschuettert. Bisher glaubte ich, sie wuerde — gleich dem hl. Samariter — jedem helfen, der Hilfe braucht; unbesehen seiner Herkunft und Ausgangssituation. Jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher.

    1. Ich muss auch sagen, dass wir im Rettungsdienst grundsätzlich alle gleich behandeln und versorgen. Darauf hat jeder Patient ein Recht. Doch jemanden, der viel zu viel Alkohol getrunken hat noch zu belohnen, weil er es zu der Behandlung ins Krankenhaus geschafft hat. Nein und genau deshalb wird nur nach Bedarf gehandelt und diese Patienten bekommen kein „Rundumsorglos Paket“.

    2. Die „optimale Thearpie“? Das heißt, jeder der ein bisschen zuviel gesoffen hat kann demnächst ins Krankenhaus wanken und fordern, dass er mit Glucoseinfusionen und Pipapo für den nächsten Tag fit gemacht wird, während er in einem schattigen Zimmer in frischem Bettchen ruht? Denn das ist ja die optimale Therapie bei seinem Problem, worauf er deiner Ansicht nach auf Krankenkassenkosten ein Anrecht hat. Willst du das wirklich? Ich denke, da gibt es eine Spanne zwischen „das sollte man tun“ und „das könnte man machen, ist aber medizinisch nicht notwendig“.

      1. Ich weiss, dass dies kein triviales Problem ist und daher gibt es auch keine triviale Loesung. Es bleibt — grade auch mit den weiteren Kommentaren — das mulmige Gefuehl, dass das medizinische Personal hier zum Ersatz fuer regulaere Erziehungsberechtigte degradiert wird und in dieser Rolle ueberfordert ist und falsch reagiert. Nicht aus boeser Absicht, aus fehlender Vorbereitung auf diese Situation. Ich will nicht von Respekt reden, nicht von Selbstbeherrschung — aber beides scheint zu fehlen. Den Jugendlichen, so wie sie geschildert wurden.
        Wer sollte wie behandelt werden? Derjenige der einer Behandlung bedarf. Wenn sie medizinisch begruendet ist. Kein anderes Kriterium. Ob es sich bei den „Wohlbefindlichkeitsbehandlungen“ um medizinisch begruendete Behandlungen handelt — das sollen Sachkundige entscheiden. Rechtsmediziner. Medizinphilosophen und -ethiker. Vielleicht einmal Richter.

        Wenn Jugendliche Intensivbetten blockieren, dann werden sie da sein, weil es ihre medizinische Lage erfordert. Das ist nicht schoen. Und man sollte ihnen das auch deutlich machen. Vielleicht ist das ein Aspekt, der in Aufklaerung und Praevention noch gar nicht durchgesickert ist. Dass es nicht nur Schinden des eigenen Koerpers ist, die Fahrt mit dem RTW, das Aufwachen im Krankenhaus. Man sollte ihnen sagen, dass sie Resourcen blockieren, die fuer andere gebraucht wuerden. Man sollte ihnen sagen, wenn es solche Resourcenkonflikte gab. Deutlich, aber ohne sie in Depression zu stuerzen (das Extrem des „Wegen dir ist eine dreikoepfige Familie gestorben, ich hoffe, du bist gluecklich!“ ist wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss).
        Man sollte es aber auch nicht ungesagt lassen. Das ist schlicht unfair, weil ich heute von Jugendlichen nicht einmal erwarte, diesen Gedankengang selbstaendig zu gehen. Druckt Broschueren, gebt Sie denen mit, die glimpflich davonkommen. Lasst sie bei Abholung den Eltern zukommen. Nehmt sie mit, wenn es zur Praevention in die Schule geht. Macht es dort plakativ. Nehmt Zahlen mit.

        Selbst Eltern ist die Anwendung entwuerdigender Massnahmen in der Erziehung seit 2000 untersagt. Da will es nicht ins Bild passen, wenn bewusst auf Windeln verwiesen wird. Es erinnert schmerzlich (ohne es Gleichsetzen zu wollen) an finstere Zeiten, als Kindern die kotgefuellte Hose ueber den Kopf gestuelpt wurde, wenn sie den Stuhl nicht wie befohlen einhalten konnten. Das war uebrigens in den 60er Jahren. In der Bundesrepublik. Berichten Kinder dieser Zeit, wenn sie das Trauma ueberwinden und darueber zu sprechen wagen.

        Uebrigens: Mit dem Argument, eine Windel anzulegen ist ein weniger invasiver Eingriff als eine Infusion einlaufen zu lassen gehe ich jederzeit mit. Wenn der Sachverstaendige — der Arzt — argumentiert, eine Behandlung sei nicht indiziert — ok. Nur bitte keine populistisch-paedagogische Scheinargumentation.

    3. Die Leute, die hier schreiben, man würde „Menschen leiden lassen“ weil man sie nicht in extra Watte packt und am nächsten Tag „zulässt“, dass die Eltern sich vielleicht -wenn überhaupt- zurecht aufregen, haben noch nie Dienst in einer Notaufnahme getan. Sie haben noch nie Notarztwagen mit schwerverletzten Patienten wieder weg schicken müssen, weil die Intensivbetten -mal wieder am Wochenende- voll belegt mit alkoholisierten Jugendlichen waren, die sich ganz bewusst abschießen und am nächsten Tag tönen, gleich wieder saufen zu gehen. Die in der Notaufnahme randalieren, die Schwestern beißen und Dir ins Gesicht spucken oder Dich als Hure beschimpfen, weil man einen Zugang für die Infusion legen will. Denn bei uns gab es Infusionen. Alle wurden bei uns gut behandelt und gleichwertig medizinisch behandelt! Aber dass sich mein Mitgefühl für diese Kids in Grenzen hält, sorry, aber niemand kann mir erzählen, er würde die dann noch verhätscheln!
      Als Profi behandelt man jeden Patienten medizinisch gut – aber bemitleiden muss ich diese Jugendlichen ganz gewiss nicht.

  5. @t Peter:
    „und was denkt sich der Arzt in wirklichkeit, den ich im Krankenhaus (oder im Notarztfahrzeug an mir vorbeihuschend) eigentlich immer nur kurz sehe.“

    „Die Gedanken si-hind frei…“ *sing*

  6. Mir wurde von einem ehemaligen Polizisten berichtet das früher in einem hauptsächlich von Ordensschwestern geführten Krankenhaus es stand war das Leuten mit Alkoholvergiftung der Magen ausgepumpt wurde. Dazu kam dann noch ein richtiger Einlauf und ein Blasenkatheter

    1. Hallo TK!
      Vielen Dank für Deinen Kommentar. „Früher“ wurde ja so einiges anders gemacht und wenn es wirklich pauschal und bei jedem gemacht wurde sehe ich das sehr kritisch. Das klingt als wenn hier Gottes Bodenpersonal in Selbstjustiz mal gleich die Frevler bestraft. Es geht uns nicht um eine Bestrafung aber wir möchten auch nicht, dass die Kids das wie den „Hangover Heaven“ verstehen und in der Schule damit angeben. Wie Du an der vorherigen Diskussion sehen kannst: es ist ein schmaler Grat…
      Liebe Grüße,

      Der Narkosearzt

      1. Ja auch schon älter, aber auch beim letzten Mal als ich den Beitrag gelesen habe ging mir das schon durch den Kopf: Wo ist bitte der Unterschied zwischen euch, die den Leuten Windeln anziehen und das bewusst als Erziehungsmaßnahme sehen und den Ordensschwestern von früher? Denn Demütigend bis Entwürdigend kann/ist so eine Behandlung ja auch. Ihr sollt nicht erziehen, dass ist nicht euer Job, das machen die Eltern. Ihr sollt auch nicht bestrafen, das machen Eltern oder Gerichte.
        Okay, das ihr nichts gegen den Kater danach macht ist noch in Ordnung, das ist Wohlfühlbehandlung und ist nicht notwendig. Allerdings kann das bei der Windel komplett anders aussehen und sobald es mal zur Klage kommt und ein Gericht Aussagen wie die Deinige hier sieht, wird es für euch sicherlich ungemütlich. Richter lassen sich genau so ungern ins Handwerk pfuschen wie Ärzte.

        1. Danke für Dein Feedback!
          Ich glaube ich hätte das an Deiner Stelle auch so kommentiert. Ich bin aber nicht an Deiner Stelle, sondern als Arzt gemeinsam mit zwei Nachtschwestern für bis zu 12 Beatmungspatienten zuständig gewesen.
          Ich sehe mich weder als Legislative oder Exekutive, ich versuche nicht zu urteilen oder zu bestrafen. Das steht mir nicht zu. Ich bin aber auch nicht Mutter Theresa. Ich bin ganz einfach manchmal der Feuerlöscher, der die auflodernden Brände bestmöglich in den Griff bekommen muss und am besten am Ende auch noch alle Brände lösche. Ein Kunde der uns nachts um 3 das Bett vollpi**t macht viel Arbeit. Und die können wir nicht gebrauchen, wenn ich mich gerade bei Bett 1 um den dissoziierten ZVK kümmmere und mit Bett 7 ins CT fahren muss. Der Patient möchte ja auch nicht zwei Stunden in seinem Urin liegen, da hilft so eine Windel schon sehr.
          Und sie pinkeln alle.
          Um die Richter und die Rechtsprechung musst Du Dir keine Gedanken machen, das tun diese Patienten schon zu genüge. Es gab auch mal einen Kollegen der hat einer jungen Patientin von 17 Jahren schön Glukose und Antikotz, Vitamine und ein paar Mineralstoffe zukommen lassen nur um sich dann am nächsten Morgen anhören zu müssen, „wie scheiße sieht denn da jetzt das Pflaster aus, so kann ich gleich nicht aufs Konzert“. Wir haben das den Eltern geschildert, es gab zumindest einen Einlauf 1. Güte.
          Es lässt sich aus der Ferne immer gut kritisieren, mahnen und urteilen.
          Die Realität ist oft aber viel komplexer. Hoffe Du hast noch ruhig schlafen können 😉

          1. Das diese Patienten eher zur nervigen Sorte gehören, stelle ich gar nicht in zweifeln und das die Realität komplexer als ein Blogposting ist weiß hier auch jeder. Ich weiß sogar aus eigener Erfahrung bei der Absicherung von Festivals, Schützen-, Stadtfesten und anderen ähnlichen Gelegenheiten, aus meiner Zeit bei einer Breitschaft des DRK, genau wie nervig die sein können. Allerdings kam es hier bei dir, als auch beim versammelten medizinischen Personal in den Kommentaren sehr so rüber, als macht ihr das mit der Windel nicht nur aus Notwendigkeit, sondern oder sogar hauptsächlich aus dem Gedanken der Erziehung heraus und das geht gar nicht, da es nicht euer Job ist. Außerdem weiß ich auch, das verschiedene Kliniken das anders regeln, da gibt es dann einen Katheter für Bettpischer. Also kann der findige Jurist (und glaub mir rein statistisch geratet ihr irgendwann mal an ein Kind von einem Anwalt der es sich nicht gefallen lassen wird) kann euch daraus sicherlich einen Strick drehen und das muss ja nicht sein.
            P.S.: Ja der Sandmann hat mich kurz nach dem Post hier gefunden. Hast du dem etwa Bescheid gegeben? 😀

  7. Hallo Narkosearzt und Kommentatoren

    Vorab: ich lese deinen Blog sehr gerne, und finde, du machst klasse Arbeit. Allerdings ist mir dieser Blogeintrag (als einziger) ziemlich sauer aufgestossen. Eigentlich wollte ich diese Kritik nicht direkt hierhin als Kommentar schreiben, aber anders ist es nicht möglich.

    Ich bin sehr erleichtert, ist dein moralischer Ausrutscher hier nicht unkommentiert geblieben, und dass du somit auch Gelegenheit hattest, dich differenzierter dazu zu äussern. Hat bei mir als ehemaliger Teenage-fast-Komasäuferin den Dampf weggenommen.

    Du hast deine Prinzipien in mal diesem Post beschrieben, und dieser Eintrag hier geht mit diesen Prinzipien nicht überein. https://narkosearzt.wordpress.com/2014/12/05/sprechstunde-beim-narkosearzt-teil-1/

    Wenn du Menschen wirklich nach dem beurteilen – und nicht verurteilen – willst, wie sie sind, dann mache auch bei den Jugendlichen keine Ausnahme, denn du weisst nie, was dahinter steckt.
    Ich habe in meiner Jugend auch schwer gesoffen – landete zum Glück aber nie im Spital oder in der Bewusstlosigkeit, Freunde brachten mich immer nach Hause – und dafür gab es gute Gründe: Früher Auszug aus dem Elternhaus (14), weil man dort nicht mehr willkommen war und die Eltern keine Kapazität für drei Kinder hatten (ja, natürlich hatten die sich das nicht im Vornherein überlegt). Eine gleichaltrige Freundin, die im Ausland vergewaltigt wurde. Das erste Mal, eine Woche später mit der Ankündigung, ich sei eigentlich nur ein Zeitvertrieb gewesen, keinerlei Gefühle und er wolle nun nichts mehr mit mir zu tun haben. Zukunftsangst. Vernachlässigung. Fehlende Bezugspersonen … also genau genommen gar keine Bezugspersonen. Desinteressierte, rein fachbezogene Lehrer, Einsamkeit. Noch mehr Einsamkeit. Es ist seitens der Sorgeberechtigten schlicht kein Geld vorhanden für Hobbies, für einen Freizeitclub, für sportliche Aktivitäten, und auch grundsätzlich kein Interesse an der Freizeitgestaltung. Also geht man halt saufen und hängt ab. Was bleibt einem anderes übrig Orientierungslosigkeit. Die Eltern: „Ist doch alles gut, die Noten stimmen ja, ihr geht’s doch gut?“

    Bitte bleib wachsam und steck nicht alle ins Ich-will-nur-Spass-und-Party-Schema. Oder hör dich mal bei Jugendarbeitern / Jugendhäusern um. Da wirst du Sachen zu hören bekommen, die gibt’s gar nicht. Behandle auch die Jugendlichen so vorurteilslos und mit so guten Vorsätzen, wie du sie auch gegenüber Junkies, Obdachlosen, Messies, etc. pp. hast. Im Gegensatz zu denen haben die Jugendlichen auch noch ihr Leben vor sich, nicht hinter sich.

    Ich danke dir herzlich, wie gesagt, keep up the good work!

    1. Hallo Kathrina,

      vielen Dank für Deinen wertvollen Kommentar!
      Ich bin ja ehrlich. Ich hätte auch was vom barmherzigen Samariter schreiben können und wie ach-so-verständlich wir ja alle sind – sind wir aber nicht.
      Manchmal ist es einfacher, wenn man die Geschichte „dahinter“ nicht kennt – vielleicht auch gar nicht kennen will. Ich war sicher das eine oder andere Mal etwas unbarmherzig zu einem Patienten. Meistens resultierte das aus einer Mischung aus Ärger über das unterfinanzierte Gesundheitssystem, mangelhafte Arbeitsqualität von Kollegen, Unwillen zur Kooperation oder Mitarbeit durch den Patienten und sicher auch Überarbeitung zu einer unmenschlichen Uhrzeit.
      Randalierender Säufer nachts um 3 Uhr erfordert eben eine gewisse Form von… naja, Motivation.
      Deine Worte waren richtig und wichtig. Ich werde Sie in Zukunft beherzigen und hoffe dadurch ein besserer Arzt zu werden!
      Beste Grüße,

      der Narkosedoc

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