Narkose in sicheren Händen

Jeder Beruf hat ja seinen Berufsverband. Die veröffentlichen meistens eine Zeitschrift (bei den österreichischen Gynäkologen das „Speculum“, aber ich schweife ab…) und gerne auch mal ein paar andere Informationen um den anderen, fachfremden Menschen mal zu sagen was so bei uns Sache ist.
Bei mir ist das der Berufsverband deutscher Anästhesisten. Und die haben jetzt eine wie ich finde sehr schöne und durchstöbernswerte Internetseite gebastelt welche hier zu finden ist:

www.sichere-narkose.de

Dafür bekomme ich kein Geld oder so, ich finde die Seite einfach gut gemacht. Es stehen die wichtigen Fragen und dazu richtigen Antworten drauf, es gibt ein paar nett gemachte Poster und allgemein belastbare Informationen zum Thema der Anästhesie und zwar nicht von selbsternannten Forenexperten sondern von ausgebildeten Spezialisten. Ich würde mir eine ähnlich ansprechend und leicht verständlich gemachte Internetseite mal zum Thema Intensivstation, Patientenverfügung oder Quantenphysik wünschen.
Oder bin ich da vorgeschädigt, weil ich so in dem Thema drin bin?
Kennt jemand ähnlich gute Internetseiten zu komplexen, medizinischen Themengebieten? Etwas das man guten Gewissens Freunden und künftigen Patienten empfehlen kann?
Einen schönen Sommer wünscht,

der Narkosearzt

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5 Gedanken zu “Narkose in sicheren Händen

  1. Kenne leider keine solche Seite…. Bin aber von Deinem Fachgebiet eh schwer beeindruckt! So bedeutete etwa ein Kaiserschnitt zu Omas Zeiten noch: Frau „weg“, Kind raus, Frau irgendwann wieder wach. Heute kann man wach und sozusagen live dabei sein, während man „aufgeschlitzt“ wird, dann später ein Ründchen schlafen und nach ca.12 Stunden kann man schon wiedee rum, äh, schleichen. Echt beeindruckend!

  2. Ach wäre meine Spinale damals so schön gewesen wie oben von Jeb beschrieben. ^^
    Ich fand an der OP echt nix schön, das einzig positive war das ich mein Kind nachdem ich aus dem OP kam direkt halten konnte, bis ich nach 20 Minuten den Impuls hatte mir die Haut ab zu ziehen weil alles juckte. Während der OP hab ich vornehmlich eins: gefroren. Mit rumlaufen war auch zwei Tage nix.
    Ansonsten hab ich grade zum ersten mal kapiert wie die Spinale eigentlich damals genau funktionierte. Ich bewundere den Anästhesist zutiefst, ich war am Zittern (oben angesprochene Kälte) und wäre gerne alle 2 Minuten aufgesprungen wegen der Wehen.

    Was mir auf der Seite komplett fehlt sind informationen über Narkose & Stillen – ich habe damals ewig suchen müssen, letztlich half mir die AFS (http://www.afs-stillen.de/images/faltblaetter/mib_anaesthesie.pdf), der Anästhesist sagte mir nämlich ich müsse 48h die Muttermilch verwerfen bzw. am besten gleich abstillen. Naja – zum Glück war ich in der Lage mir Informationen zu beschaffen, mal davon ab das abstillen ja eine zusätzliche Belastung gewesen wäre, weil das ja auch nicht „einfach mal so“ läuft. Zumindest nicht mit „alle 2h-Vollstill-Kind“.

    1. Hallo Sassa. Was Du beschreibst ist eine typische Reaktion auf HAES.
      Das ist einer der vielen Gründe, warum ich dieses Medikament (Infusion) nicht mehr gebe. Ich habe in den letzten zwei Jahren keine HAES mehr angehangen und nicht ein einziges Mal ein Problem damit gehabt.
      Und was Dein Still-Erlebnis angeht hast Du doch alles richtig gemacht: einfach mal ne zweite Meinung einholen. Gut, dass Du dann doch noch an die richtigen Infos gekommen bist. Grüße!!

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