Wünsch Dir was.

Weihnachtskugeldurcheinander
Hier sitzt heute nicht der Weihnachtsmann, sondern der Sandmann Sandmanns fleißigster Mitarbeiter und ihr dürft Euch trotzdem was wünschen.
Mich würde interessieren: was wolltet ihr immer schon mal von einem Notarzt / Intensivmediziner / Narkosearzt wissen?
Fragt mich zu Blaulichtfahrten, Notfallsanitätergesetz, Beatmung, Arbeitsbelastung oder Verdienstmöglichkeiten. Keine Frage ist zu doof, ihr dürft jede Frage stellen, ich muss ja zum Glück nicht jede Frage beantworten 😉
Die interessantesten Fragen werde ich in den nächsten Tagen und Wochen beantworten.
Ich freue mich auf Eure Fragen! Hohoho,

der Narkosearzt

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30 Gedanken zu “Wünsch Dir was.

  1. Wie gehst du mit übergewichtigen Patienten (emotional) um? Ekelst du dich vor ihnen, ärgerst du dich über sie, bist du verwundert,…?

  2. Würdest du nochmal Arzt / Anästhesist werden wollen? V. A. im Hinblick auf Arbeitszeiten / Bedingungen / Bezahlung?
    Was hältst du von Medikamentengaben durch RA? Würdest du diese dann anzeigen?

    Danke für die Beantwortung.

  3. Oh: Ein Wunschkonzert! Klasse! 🙂
    Dann mal los:
    1. Fühlt man sich als Anästhesist im OP eigentlich hilflos, wenn etwas bei den Chirurgen schief geht?
    2. Wie lange dauert es, bis man im OP „locker“ wird? Oder passiert das nie?
    3. Hast Du Ambitionen, zu forschen?
    4. Wie oft musst Du Dich weiterbilden? / Wie vielZeit verwendest Du bzw. musst Du verwenden, um up-to-date zu bleiben?
    5. Warst Du schonmal in einer Situation, in der es mehrere Verletzte gab, die nach Triage-Kriterien oder sonstwas ALLE sofort Deine Hilfe gebraucht hätten? Und wie entscheidet man da?
    6. Wie sehr lässt Du Patientenschicksale an Dich heran? / Wie viel nimmst Du mit nach Hause?
    7. Hat es auf Dich Einfluß, ob Du einen Patienten magst oder ob er ein Ekel ist?
    8. Was würdest Du als Erstes ändern, wenn Du könntest?
    9. Aus welchem Grund wirst Du am häufigsten zu einem Blaulichteinsatz gerufen?
    10. Gibt es irgendetwas, irgendwelche hilfreichen Tipps, die Du Laien geben kannst?

    So, das soll erst mal genügen! 😉

    Liebe Grüße,
    Molly

    1. Molly, es ging um ein oder zwei Fragen, nicht ein Buch! 😀
      Ach was, ich freu mich über Deinen Fragenkatalog und werde mich um die Bearbeitung kümmern!
      Fleißig tippend,
      der Narkosearzt

      1. Hihihi, da hast Du Dir ja hier schön was eingebrockt, die Fragen hören ja gar nicht mehr auf hier! Tja, da wirst Du wohl mal öfters bloggen müssen! Uns Leser freut`s! .-)

  4. Warum hast du dich für die Fachrichtung Anästhesie entschieden? Jemals bereut?
    Würdest du dich als Patient in dem Krankenhaus, in dem du selber arbeitest, von Kollegen behandeln lassen, oder wäre es dir lieber, dich in eine andere Klinik zu begeben?
    Unterschreiben eigentlich Anästhesisten, die selber eine Narkose benötigen, auch vorher den Narkose-Aufklärungsbogen (aus haftungsrechtlichen Gründen…?)?
    Kommt es oft vor, dass die Patienten unter dem Einfluss der Medikamente „Peinlichkeiten“ erzählen, beziehungsweise Sachen, die sie im zurechnungsfähigen Zustand vermutlich nicht sagen würden? Wie reagierst du darauf?

  5. Noch eine Frage: wie „vertreibt“ man sich die Zeit während der Narkose? Wenn der Patient schläft, schmerzlos und glücklich ist, läuft ja eigentlich alles. Und abgesehen vom Narkoseprotokoll und dem Überwachen „des Monitors“ ist ja eigentlich nichts zu machen, oder?

  6. Lieber Narkosearzt,

    wie erkennt man nach einer Operation eigentlich den richtigen Zeitpunkt, ab dem ein Patient wieder alleine atmen kann? Die Frage ist vielleicht sehr dumm, aber ich hatte bei jeder meiner (zum Glück wenigen) Vollnarkosen immer ein bisschen Angst, dass ich entweder mit einem Schlauch in der Lunge aufwache oder alternativ einfach zu atmen aufhöre, weil ich doch noch nicht so weit bin…

  7. Ich hätte da auch ein paar Fragen (ich mag deinen Blog wirklich sehr!). So eine Gelegenheit bekommt man ja sonst nicht. (;

    1. Wie gehst du mit dem Tod um? Was kommt deiner Meinung danach?
    2. Welche Geschichte steckt hinter dem ersten Menschen, der unter deinen Händen gestorben ist? Wie oft denkst du noch an ihn?
    3. Du wirst bei einer Borderline-Patienten zum Einsatz gerufen: Sie hat (wiederholt, vielleicht kennst du sie auch schon) tiefe Schnittwunden und eine Intoxikation, es geschah nicht in suizidaler Absicht.
    Wie gehst du damit um? Ist es dir egal, nervt es dich, hast du Mitleid? Bist du vielleicht sogar wütend, weil du vielleicht denkst, dass es wichtigere Patienten gibt (die sich ihre Verletzungen nicht selbst zugefügt haben)? Lässt du die Patientin deine Stimmung spüren?
    4. Wie gehst du mit einem solchen Krankheitsbild um? Wie ist es für dich als Arzt zu sehen, dass sich Menschen selbst verletzen? Kannst du es verstehen, würdest du es gerne verstehen oder zuckst du mit den Schultern, weil du ja kein Psychiater bist?
    5. Wie häufig musst du im Rahmen deiner Tätigkeit als Notarzt Patienten gegen ihren Willen in der Psychiatrie unterbringen?
    6. Hast du dich schonmal im Einsatz verletzt? Wurdest du schon attackiert?
    7. Wie oft hattest du selbst schon eine Narkose? Wie war deine erste Vollnarkose?
    8. Bist du gläubig?
    9. Wovor hast du Angst?
    10. Hast du schonmal eine Geburt außerhalb des Krankenhauses als Notarzt geleitet?
    11. Was war das schönste und was war das traurigste in deiner bisherigen Laufbahn?
    12. Bist du stolz auf dich und deine Arbeit?

    Ich freue mich sehr über die ein oder andere Antwort!

  8. Hört der in Narkose schlafende was gesprochen wird?
    Ich wachte vor 3 Jahren nach einer Rückeoperation auf und frage im Aufwachraum, ob der Neurochirurg eben dagewesen sei. Sie fragten alle Kollegen, nein, niemand hätte ihn gesehen.
    Aber ich hatte gehört, dass er mir sagte:“Liebe Anne XY, alles gut gegangen, Dura nicht verletzt, die Lähmnungen sollten jetzt besser werden.“
    Mein Mann hörte am Telefon vom Arzt das Gleiche. Der Arzt sagte am nächsten Tag, er hätte in der Schleuse beim umbetten mit mir gesprochen. Das finde ich krass. Ich erinnere mich gar nicht ans umbetten, völlig körperlos, nur meine Ohren waren wach und mein Gehirn speicherte nur das..
    Hab ich es nur gehört, weil der Arzt mich deutlich mit meinem Namen angesprochen hatte?

  9. Oh prima! Ein neuer Beitrag! Und auch noch eine interaktiver! 🙂

    1) Woran erkennt Ihr bei der Narkoseausleitung dass Euer Kunde wieder wach wird?
    2) Woran erkennt Ihr, dass Euren Kunden in o.g. Phase der Tubus zu stören beginnt? Husten? Fluchtversuche von der Liege? 😉 Ich kann mir das nicht recht vorstellen.
    3) Was sind die lustigsten Dinge, die Deine Kunden Dir/ Deiner Pflege beim Aufwachen erzählt haben? Ich komme darauf, weil im Netz ja unzählige, teils sehr ulkige „waking up from GA“-Videos kursieren.

    Vor-weihnachtliche Grüße!

  10. Wenn sich im Krankenhaus der Anästhesist als DER Anästhesist für meine OP vorstellt, ist er dann tatsächlich die ganze Zeit der OP bei mir? Oder macht er vielleicht nur die Ein-/Ausleitung und die Überwachung während der OP macht ein anderer Anästhesist?

  11. Böses Blut – Kehrtwende in der Intensivmedizin

    24.11.2014 | 44:25 Min. | UT | Verfügbar bis 24.11.2015 | Quelle: Das Erste

    Bluttransfusionen können Leben retten, keine Frage. Nach Unfällen und großen Operationen gleichen sie bedrohliche Blutverluste aus. Immer mehr Analysen aber bestätigen: Bluttransfusionen können gefährlich sein. Lebensgefährlich. Die Patienten ahnen davon nichts – und weder die Ärzte noch die Betreiber des Blutspende-Systems haben großes Interesse an Aufklärung. Die einen wollen mangels Alternativen nicht unnötig Panik schüren, die anderen sorgen sich um ihr Geschäftsmodell. Blutspenden werden auch in Zukunft für Notfälle gebraucht. Die SWR-Dokumentation von Ulrike Gehring zeigt, dass dennoch ein Umdenken in der Intensivmedizin unausweichlich ist. Sie zeigt bisher unbekannte Risiken von Transfusionen auf und stellt eine Gruppe mutiger Ärzte vor, die gemeinsam an Alternativen arbeiten. Und dabei auf viele Widerstände stoßen.

    http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/B%C3%B6ses-Blut-Kehrtwende-in-der-Intensivm/Das-Erste/Video?documentId=24921128&bcastId=799280

    .

    Was hältst du davon? Ich sah das gestern zufällig und fand es interessant!! Heute rief mich meine Mutter an. Sie ist eine ältere Dame. sie wollte gleich in ihrer Patientenverfügung vermerken, dass sie keine Konserven will. Das finde ich übertrieben. Kann aber auch nicht sagen warum. Die Argumente sind plausibel. Die sagen ja auch, dass man abwägen muss. Ich weiß es nicht. Wie siehst du das denn?

    1. Ich werde es mir anschauen.
      Was mit jetzt einfällt: Transfusionen sind vor allem sehr teuer. Alleine das führt dazu, dass wir sehr sparsam damit sind. Und ja – jede Transfusion ist eine Miniorganverpflanzung. Mit allen Vor- und Nachteilen.
      Dieses „wollen keine Aufklärung weil Geschäftsmodell“Blabla klingt sehr nach Weltverschwörungstheorie. Da kann man ja nichts gegen sagen, weil dann ist man gleich „Teil des Systems“. Beliebt auch beim Thema Impfung, Homöopathie und Pharmaindustrie. 😉
      Aber wie gesagt, gucke ich mir gerne an! Danke für den Tipp!!

  12. Hallo 🙂 Na dann will ich auch mal meine Fragen loswerden:

    -Wie viele Stunden arbeitest Du in der Woche? Sind Überstunden an der Tagesordnung oder eher selten?

    – Was machst Du lieber: Notarztdienste oder in der Klinik Sandmännchen spielen? Sind das überhaupt getrennte Schichten oder arbeitet man normal im KH bis plötzlich der Melder piepst? Wie darf der Laie sich das vorstellen?

  13. Die Frage die trotz Dr. Go.. nicht herausbekam:
    In Filmen sieht man immer wieder, dass die Darsteller einen Verunfallten am Einschlafen voller Inbrunst hindern. Besteht ein realer Hintergrund für dieses Vorgehen?
    Wenn, warum soll man nicht einschlafen? Meine laienhafte Logik sagt mir, dass im Schlaf der Körper ja eher zur Ruhe kommt, der Körper „runterfährt“. Die einzig Erklärung die mir in den Sinn kommt ist im Schlaf eine Unterkühlung zu erleiden.

    Wäre dankbar für eine Erklärung!

  14. Bin ich schon zu spät? Ich hoffe nicht.
    Gibt es während der OP eine Möglichkeit zu sehen, ob der Patient noch „da“ ist? In meinem Bekanntenkreis wurde mal jemand operiert, der meinte, dass er sich nicht mehr bewegen konnte, aber erstmal noch alles mitbekommen hat und es gedauert hat, bis er auch richtig „eingeschlafen“ ist.
    Entschuldigung für so viel Laientum. Frohe Weihnachten!

  15. Iiiiich, ich hab auch noch eine Frage :o)
    (ich hoffe doch, dass ich nicht zu spät dran bin)

    Also: Du hast ja über dicke Patienten und das Schubladendenken geschrieben. Aber wie ist es eigentlich mit medizinischem Personal als Patient von dir? Egal ob Krankenschwester, Arzt oder was auch immer. Sind diese besonders schlimm? Wissen alles besser? Besonders lieb? Machos? Weicheier? Plauder mal bitte aus dem Nähkästchen. Danke!

  16. Ich würde mich sooo freuen, wenn du mal wieder eine Antworten-Runde machst. Aber ich verstehe bei deinem Beruf natürlich, dass du da wenig Freizeit hast und die lieber anders nutzt. 😀

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