Fortbildung TraumaManagement (R) premium

Kursunterlagen Traumamanagement (R) Premium

Vorweg in eigener Sache Präambel:

Die geschilderten medizinischen Themen sind keine Ratschläge oder Empfehlungen und ersetzen in keinem Fall die Konsultation eines Arztes oder die sorgfältige literarische Recherche geschweige denn die Fortbildung in einem Seminar oder in Workshops.
Ich erhalte keine Provision oder anderweitige Unterstützung durch den Veranstalter. Der Bericht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Objektivität in der Berichterstattung.

Wie von einigen gewünscht werde ich hier von meinen Erfahrungen im “TraumaManagement premium”-Kurs berichten.
Grundsätzliches zum Kurssystem findet ihr auf http://www.traumamanagement.net
Der Kurs wird beschrieben mit den Schlagworten:
– Intensiv lernen
– Passgenau anwenden
– Teamdynamik entwickeln
– Qualität gewährleisten
– Langfristig profitieren

Intensiv lernen:
Zur Kursvorbereitung erhielt ich ca. zwei Monate vor Beginn des Kurses das begleitende Kursbuch. Über das Buch lässt sich nicht viel schlechtes sagen, die Kursinhalte sind alle abgebildet, es gibt sowohl dem Beginner einen guten Überblick und enthält auch für erfahrene Anwender noch ein paar nutzvolle Tipps (wie z.B. das präkordial geklebte Stethoskop zum “Monitoring” des Kleinkinds). Wer meckern will findet auch hier etwas schlechtes, dem möchte ich mich da nicht anschließen.
Eine Empfehlung zu einem – aus meiner Sicht (Anästhesist) – wirklich guten “Traumamanagement”-Buch kann ich nicht geben da ich hierzu auf dem deutschen Markt noch nichts gefunden habe. Das ist aber notwendig, denn die amerikanischen Bücher verzerren da alle die Thematik stark, da es präklinisch immer auf ein Load-and-go-Prinzip hinausläuft. Aber wir schweifen ab…
Zum Beginn des Kurses werden in einer kurzen schriftlichen Prüfung ein paar grobe Eckdaten abgefragt. Der Test erfüllt zwei Aspekte:
1) Lernkontrolle ob bereits vor dem Kurs eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Kurs stattgefunden hat. So bleibt im Kurs mehr Zeit für praktische Ausbildung (Übungen, Simulation…).
2) Defizite werden aufgedeckt und können – wo notwendig – im 1:1-Teaching aufgeholt werden .
Am Wochenende selber gab es einen schwerpunktmäßig praktisch orientieren Mix mit vielen Übungen, Workshops und Simulationen sowie Vorträgen zum durchschnaufen, auftanken, updaten.
Ja, es wurde intensiv gelernt.

Passgenau anwenden:
Es wurde auf eine Mischung der Gruppen im gesunden NA/RA-Verhältnis geachtet. Jeder konnte in seiner Rolle bleiben und so auch authentisch die Szenarien durchspielen. Das cABCDE-Schema wurde bis zum Erbrechen wieder und wieder durchgekaut was auch notwendig ist weil es in der Stresssituation des Einsatzes sofort abgerufen werden muss. Es gab viele wertvolle Tipps und Hinweise von erfahrenen Docs die auch direkt umgesetzt wurden. Beispiel: wenn möglich von vorne an den eingeklemmten Patienten herangehen. Warum? Bis zum Beweis des Gegenteils ist bei einem Hochrasanztrauma von einer HWS-Instabilität auszugehen. Komme ich von der Seite auf den Patienten zu und dreht dieser den Kopf daraufhin zu mir könnte bereits das die höchst seltene aber schwerwiegende Bewegung zu viel gewesen sein. Von vorne hingehen, Hand auf die Scheibe legen, Blickkontakt halten, Helfer geht von hinten/Seite an die eingeklemmte Person ran (wenn möglich) und legt einen Stiffneck an. Deshalb auch cABCDE, c wie “cervical spine protection” oder auch “catastrophic haemorrhages” was die sofortige Stillung potenziell letaler Blutungen vor Versorung des Atemwegs meint.

Teamdynamik entwickeln:
Wie auch im DIVI-Kurs bereits bemerkt wird ein zunehmender Schwerpunkt auf das Crew-Ressource-Management gelegt. Zu analysieren welche Ressourcen ich zur Verfügung habe und wie diese sinnvoll eingesetzt werden können ist ein essentieller Bestandteil des Trauma-Managements. Bleibe ich und stabilisiere den Patienten vor Ort oder hauen wir die Hacken in den Teer und rauschen schnellstmöglich in den OP? Mache ich diese oder jene Maßnahme noch hier oder im Schockraum mit großem Team und Backupmöglichkeiten? Wie teile ich umstehende Hilfskräfte ein? Wieso ist eine Nachbesprechung so wichtig? Und vor allem: wie werden wir immer besser?
Jeder Fall wurde nachbesprochen, es wurde viel gelobt und wo nötig auch kritisiert aber stets sachlich, nie persönlich. Keiner (!) hat sich bei der Simulation doof angestellt, keiner wurde bloß gestellt, jeder hat ein oder mehrmals “Fehler” gemacht die übrigens meistens auch bewusst so gewollt waren. Die Ausbilder erkennen Eure Limits und bringen Euch dahin. Zur Not ist es die Kombination aus A,B und C-Problem. Irgendwann kommt jeder ins straucheln und das ist der Sinn von Simulationen. Stress in einer künstlichen Umgebung erzeugen, damit ihr vor Ort beim Einsatz am Menschen ruhig bleibt und Eure Ressourcen komplett zur Verfügung stellen könnt.

Qualität gewährleisten:
Es gibt einen Test vor Beginn des Kurses und zum Abschluss des Kurses. Sehr human, alle haben bestanden, aber darum geht auch nicht.
Alle Teilnehmer waren freiwillig da, das garantiert eine gewisse Grundaufmerksamkeit. Man merkt, dass die Veranstalter sehr um eine reibungslosen Ablauf bemüht waren und da das Wort “bemüht” so eine negative Wertung impiziert: sie alle haben einen großartigen Job gemacht! Es gab keine Verzögerung, keine lahmen Dozenten, die Vortragszeiten wurden eingehalten und die Vorträge waren in der richtigen Mischung aus fachlicher Präzision, Aktualität, notwendiger theoretischer Grundlagenvermittlung und – nennen wir es mal – aufweckenden und auffrischenden persönlichen Akzenten.

Langfristig profitieren:
“Mein” Kurs ist jetzt ein gutes halbe Jahr her und ich habe das Gefühl, dass das alles noch sehr aktuell in mir drin arbeitet. Gut, wir haben viel mit Traumatologie zu tun, sowohl prä- als auch innerklinisch. Aber auch wenn dem nicht so wäre glaube ich, dass man mit diesem Kurs ein Rüstzeug an die Hand bekommt um im Ernstfall auch dann fit zu sein, wenn man ein oder zwei Jahre kein echtes Polytrauma mehr gesehen hat.

Was mir besonders gut gefallen hat:
Ich habe für die Praxis entscheidende Dinge mitnehmen können. Von vorne auf den Patienten zu gehen, sich vorstellen und bei dem Patienten bleiben. Den Kopf festhalten und Sicherheit vermitteln insbesondere bei Umlagerungs- oder Rettungsmanövern.
Die kleinen Kurse in denen eigentlich immer jeder in seiner Rolle bleiben konnte waren realitätsnah und konkret. In wenigen Situationen wurde ich selbst zum Patient und habe auch aus dieser Perspektive viele neue und wertvolle Aspekte mitnehmen können.
Es gab jederzeit frischen Kaffee, Saft und Wasser.
Was mir nicht so gut gefallen hat:
Kritische Punkte gab es eigentlich nicht, ein paar wenige Aspkete (Parkplatzsituation etc.) waren eher organisatorischer Struktur vor Ort und sind sicher nicht repräsentativ.

Fazit:
Hier ist ein sehr reifes Kurskonzept entwickelt worden, welches meiner bescheidenen Meinung nach und entsprechend der differenzierten Expertenmeinung für das deutsche Rettungswesen optimal aufgestellt ist. Ein Vergleich verschiedener Kurskonzepte führte mich zu dem Traumamanagement-Kurs und ich habe die Entscheidung für den – doch im Vergleich recht teuren – Kurs nicht bereut. Im Gegenteil, ich würde diesen Kurs immer wieder machen und auch jüngeren Kollegen empfehlen. Nach drei Jahren ist sowieso ein Auffrisschungskurs notwendig und ich freu mich schon jetzt darauf.

Wenn wir uns an einer Unfallstelle begegnen werde ich Dich vielleicht fragen: bist Du ABCDE-konform? Und dann werden wir uns mit der Ghetto-Faust mit einem wissenden Lächeln begrüßen, Du machst mir eine Übergabe und dann rocken wir das. Bei der Traumaversorgung geht es um den Kampf gegen einen richtig guten Gegner. Der Gegner hat in der Regel ein paar Minuten Vorsprung bis wir da sind.
Aber wenn ein Zahnrad ins andere greift ist der Wettkampf zu gewinnen und dann fährt und fliegt man mit dem guten Gefühl los, für diesen einen Patienten in seiner Notsituation die nach aktuellen Standards bestmögliche Versorgung geleistet zu haben.
Nicht irgendwie, sondern so gut wie möglich.

Das ist ein sehr gutes Gefühl.

Immer schön frisch bleiben.

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Die Notfallmedizin hat mich von Anfang an begeistert.
Bereits die ersten Mitfahrten bei erfahrenen Kollegen fand ich sehr aufregend. Temp 100 in der Innenstadt – hui. Geblitzt worden – egal!
Hochmotiviert mit dem Ziel einem Menschen in Not helfen zu können.
Dann die ersten eigenen Fahrten – hui². Eigene Patienten behandeln!
Kein Oberarzt im Hintergrund den ich fragen muss.
Kein Oberarzt im Hintergrund den ich fragen kann.
Beim Blick auf den Dienstplan wird die Spalte “NEF” auf den eigenen Nachnamen abgesucht. Jeder Dienst bedeutet eine Menge Zeit dringend zu erledigende Dinge vom Schreibtisch zu bekommen. Lecker umsonst essen in der Kantine. Traurige, lustige aber auch dramatische Erlebnisse mit Kollegen und Kolleginnen. Viel Banalität und Langeweile, aber eben auch diese Minuten in denen es im Kopf kribbelt.
Und immer die bange Frage – was erwartet uns vor Ort?
Der auf dem Melder als “Kind (11)” angemeldete war dann nicht 11 Jahre, sondern klitzekleine 11 Monate – Adrenalin.
Die bewusstlose Person macht uns selbst die Tür auf – Entspannung.
Die Reanimation im Altenheim (zu der ich mit genau diesem Gedanken hingefahren bin) entpuppt sich als 20-jährige Altenpflegehelferin mit Lungenembolie – volle Konzentration, maximale Therapie, alle sind hellwach dabei.

Klar, so lange ich hier rumsitze geht es dem Bürger gut.
Es ist auch sehr komplex, jemandem der sich nicht für die Notfallmedizin begeistert, erklären zu können, was genau die Faszination ausmacht. Es ist dieses Ostinato im Hintergrundrauschen der Großstadt. Wir sind immer da, nur für den Fall.
Es geht gar nicht um das Leid der Menschen. Mir sind auch kaputte Autos egal, das Gaffer-Gen fehlt mir.
Was ist es dann?
Ich glaube, es geht mir um die Herausforderung gegen den Gegner zu gewinnen. Mein Patient erleidet ein Trauma, eine Krankheit schlägt erbarmungslos zu.
Ab diesem Moment arbeitet der Gegner gegen uns. Der Gegner hat Vorsprung.
Er arbeitet mit starken Schmerzen, mit einer zunehmenden Schwächung des Kreislaufs und hat viele Booster (laute Umgebung, Chaos an der Einsatzstelle…) und Multiplikatoren (Begleiterkrankungen, Bltuverdünner…) auf seiner Seite die dem Gegner helfen sollen zu gewinnen.

Es ist die Herausforderung sich in kürzester Zeit einen Überblick zu machen. Einen Plan zu erstellen. Bereite bitte diese Medikamente vor, ruf Du bitte dort an, mach Du bitte das.
Der Gegner sieht nicht tatenlos zu, es werden neue Ereigniskarten auf den Tisch geworfen.
Blutdruckabfall? Trumpf im Ärmel = habe Arterenol in die Infusion gepackt, lasse ich auf mittelhart mittropfen Puls peripher gut tastbar.

Die Situation erkennen, Optionen prüfen, eine Option wählen, durchführen und bewerten. Ständig mit dem Team im Kontakt bleiben, effektiv kommunizieren, erkennen wer noch welche Kompetenzen und Reserven zur Verfügung und hat und wer nicht.

Es ist kein Spiel. Es ist ein Wettkampf.
Es geht um Sieg oder Niederlage, es geht darum wie man gewinnt. Elegant, schnell, kurz und schmerzlos (man verzeihe mir dieses Wortspiel…). Die Therapie kann improvisiert, schmutzig, radikal, langsam, vorsichtig, aggressiv oder in begründeten Fällen auch fernab der Leitlinien stattfinden.
Entscheidend ist unterm Strich. Es geht um die Ungewissheit und das Nicht-mehr-Planbare.
Es erinnert mich an die Wanderungen mit meinem Großvater durch die Schweizer Berge. Wir konnten immer nur bis zum nächsten Felsvorsprung schauen. Meistens kam dahinter der nächste Anstieg, ein weiterer sich serpentinenartig schlängelnder Wanderweg um den Berg herum. Viel zu selten kam die ersehnte Bergstation mit Spielplatz und Verpflegung. Die Motivation blieb der Reiz des Unerwarteten. Es könnte sein. Wir müssen mal schauen. Erstmal nur bis da vorne.

Es sind die komplexen, schwerverletzten oder schwerkranken Patienten. Es sind die großen Herausforderungen die bei mir dieses Kribbeln im Kopf auslösen.
Am Rande der Komfortzone muss ich wach sein, auf Fehler lauern, entdecken, beheben, selber keine machen. Haken schlagen und den Patienten sicher ans Ziel führen. Ich bin wie der Bergführer, der die Gletscherspalten umgehen muss.

Und am Ende gilt es die eigene Arbeit ständig neu zu bewerten. Was war besonders gut? Was hätten wir besser machen können? Wo besteht Nachholbedarf?

Nach einem NEF-Dienst gehen viele Einsätze in der Bedeutungslosigkeit verloren. Fehleinsätze, Banalitäten. Es bleibt aber immer ein Destillat über was mich reifen lässt, demütig macht und am Ende dankbar zurück lässt, den für mich schönsten Beruf der Welt zu haben.

Ambulante OP

In der Prämedikationsambulanz. Pat. 56 Jahre alt, kommt zur Portimplantation.

Also ich bekomme so einen Port eingebaut.
Ja, das soll morgen gemacht werden.
Dann bin ich zum Glück übermorgen wieder zuhause.
Ich muss mich ja um meine Eltern kümmern. Wie alt die sind? Beide 85. Ich bin ja damals in Polen geblieben als sie nach Deutschland gekommen sind. Jetzt brauchen Sie Pflege, Unterstützung, jemand muss einkaufen, verstehen Sie? Ja. Und jetzt bin ich vor sechs Monaten nach Deutschland gekommen. Dieser Husten ging aber nicht weg. Und jetzt wächst da wohl etwas in der Lunge. Aber ich bekomme Medikamente über diesen Port den Sie mir einbauen und dann geht der wieder weg. Zum Glück also nichts schlimmes. Blöd genug, dass ich mich jetzt zwei Tage nicht um meine Eltern kümmern kann. Aber jeder ist ja mal krank. Sehen Sie hier den Knubbel am Finger? Es stört mich, wenn ich Kartoffeln schäle. Wenn ich dann wieder gesund bin muss ich mich da dringend mal drum kümmern. Das stört mich wirklich.
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Portimplantation zur palliativen Chemotherapie bei histologisch gesichertem Bronchial-Carcinom mit Lebermetastasen, Knochenmetastasen (Femur, Humerus, Sternum), Peritonealcarcinose und V.a. cerebrale Metastasierung pT5bN3M1b

12 von 12 im Juni

Auch ich gehöre zur großen Gruppe der “Ich wollte schon immer da mitmachen”-Fraktion. Habe jetzt das Lager gewechselt. Gehöre jetzt zur elitären Gruppe der “Habe ich gemacht”-Freimaurer ;-)

Mein Tag in Bildern:

7:30 Uhr starten wir. Frühbesprechung (bei dem Kind XY aufpassen, das hat einen Soundso-Ausweis, Herr M. möchte gerne eine halbe Stunde eher raus, da sein Sohn Geburtstag hat und sowas) – danach geht es in den OP…

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Mein erstes Kind ist ein klitzekleines. Routine wird das wohl nie werden. Ein Clip wäre zu groß für diese kleinen Finger und selbst das Sättigungspflaster kann man einmal drum wickeln ;-)
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Die OP läuft, das entspricht der Autopilot-Phase eines Transatlantikflugs. OK, man muss hier und da mal was anpasssen, aber das meiste ist in dieser Phase recht stabil – es sei denn, die Chirurgen lassen es sehr stark bluten oder ähnliches. Oben läuft ein sehr starkes Schmerzmittel (Ul.tiva), darunter das Schlafmittel (Pro.po.fol)

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Ein besonders erfreulicher Moment kommt dann, wenn man merkt, dass das Schmerzmittel gar nicht mehr benötigt wird weil die zusätzlich durchgeführte Kaudalanästhesie (eine Betäubung ca. unterhalb des Bauchnabels) komplett schmerzfrei gemacht hat. Yippieh!

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Zwischendurch muss man vieeeeel schreiben. Wer schreibt, der bleibt. Ich hoffe, ich bleibe.

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(ACHTUNG – das folgende Bild könnte für manche Menschen verstörend sein – ggf. zügig weiterscrollen…)

Verbrennungen sind keine schöne Sache. Die Eltern werden meist genauso wie die Kinder traumatisiert. Es ist eine der Situationen in denen “Alles wird gut” nur ein billiger Trost ist. Nach einer solchen Verbrennung bleiben Narben – auf der Haut, dem Herz, dem Stofftier.
Darum – wenn Kinder anwesend sind: lasst die Tischdecke weg. Kleinkinder ziehen an der Decke um an das ranzukommen was auf der Tischdecke ist. Und statt Cola kommt dann ein Schwapp kochender Tee.
Überhaupt übt Tee eine magische Anziehungskraft auf Kinder aus. Tee ist erstmal nur ein buntes Getränk für Kinder und durchsichtig (Wasser) ist langweilig, bunt (Cola! Fanta! Zuckerplörre!) ist spannend. Die Kinder angeln sich wie auch immer das “bunte” Getränk und erschrecken dann aufgrund der Hitze und schütten sich vor Schreck die heiße Flüssigkeit über den Körper.
Und dann kommt der Notarzt und dann sind sie irgendwann bei mir. Und das sieht dann so aus.
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Vor jeder OP wird eine umfangreiche Checkliste ausgefüllt. Diese Checklisten dienen dazu Verwechslungen zu vermeiden und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

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Ich sag mal “Augen auf bei der Berufswahl”. Links der OP-Pfleger, Mitte Operateur, rechts Icke.
Bildschirmfoto 2015-06-13 um 16.41.43(Manche Operateure sagen Sie hätten so ohne Schuhe “ein besseres Gefühl”. Naja.)

Irgendwann ist dann auch die letzte OP vorbei, es geht in die Ausleitung und nach Hause.

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Es lockt ein wunderbares Panorama (diesen Blick haben wir aus jedem! OP)!
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Kombiniert mit subtropischen Temperaturen wird ein richtiger Sommertag daraus:

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Und was kann man schöneres machen als an so einem Tag Frau und Kind einzupacken und ins Grüne zu fahren? Richtig. Nüx.
Und so lassen wir den Tag am Spielplatz ausklingen.
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A day in the life of the Narkosearzt. Oder so.
Und was macht ihr so am 12. Juli?

Quo vadis mit die Jugend?

"Erziehung ist Beispiel und Liebe, sonst nichts."

Friedrich Fröbel (Pädagoge, Gründer des 1. Kindergartens)

 

Tarek ist in seiner Gang einer der die Ansagen macht. Tarek ist eigentlich erst fünf Jahre alt und geht in den Kindergarten. Er wiegt aber auch stolze 56 kg. Stolz ist auch die Mama, ihr “Großer” geht manchmal sogar ganz alleine zum Dönergrill des Onkels.
Beim Spielen mit den anderen Jungs ist Tarek gestürzt, sein Knochen war dem Gewicht nicht gewachsen. So lernten wir uns kennen.
Vor der Operation ging ihm dann aber doch mächtig die Düse. Tarek klammerte sich sehr an Mama. Mit weißen Fingern. Wasser in den Augen und ein panischer Schrei als ich in den Kinderaufwachraum kam.
Ich habe schon viele Fünfjährige betäubt (auch Jungs) und er war von “Tapfer” in etwa so weit entfernt wie der Nord- vom Südpol.
Inadäquate Bewältigungsstrategien nennt man das glaub ich. Egal, was getan werden muss, muss getan werden. Tarek fügte sich irgendwann wurde seinem Schicksal gefügt und bei uns ist es so üblich, dass die Eltern bei der Einleitung dabei sein dürfen.
Und so kam es, dass Mama ihm dann versprach, dass sie mit ihm sobald er wieder wach ist – eine Runde GTA spielt.
Da hatte ich dann auch keine Fragen mehr.

GTA – Grand Theft Auto (z.dt. “schwerer Kraftfahrzeugdiebstahl”)
“Alle Teile der Reihe weisen eine vergleichbare Handlung auf, bei der meist ein männlicher Protagonist mit einer kriminellen Vorgeschichte in einer amerikanischen Großstadt eine Verbrecherkarriere anstrebt.”
FSK 18 Jahre.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Theft_Auto

Das schwarze Schaf das keines ist.

Ich frage mich, wann der Punkt im Leben von Heinz kam, an dem er falsch abgebogen ist.
Heinz hat eigentlich alles bekommen, was ein Mensch benötigt und viele gute Charaktereigenschaften ausgebildet.
Liebe – reichlich bekommen in einer behüteten Familie mit einer liebevollen Mutter. Mut – im Rahmen der Bundeswehrausbildung absolvierte er unter anderem 19 Fallschirmsprüngen. Fleiß – ein Medizinstudium in Regelstudienzeit.
Haus gebaut, Familie gegründet, ein Sohn, eine Tochter.
Nach vielen investierten Jahren und unzähligen Arbeitsstunden in der Klinik dann irgendwann der lukrative Chefarztposten in der Gefäßchirurgie. Internationale Fortbildungen, gut dotierte Forschungsprojekte und die Verpflichtung als internationaler Dozent. Sogar in Hawaii war er. Beim “International Vasculay Surgery Congress”. Einer von neun “Leading experts” in Deutschland für Venenerkrankungen.
Im Sommer mit der Familie gegrillt, Weihnachten unter dem Tannenbaum. Alles schien perfekt.

Aber irgendwo bog Heinz ganz und gar falsch ab.
Er selber wäre der einzige der den ersten und all die folgenden Verbrechen erklären könnte. Wäre. Denn er kann es nicht. Er sieht es noch nicht einmal als Verbrechen.
Er lockte Studentinnen (17-28 Jahre jung) nach Dienstschluss in der Klinik in ein Untersuchungszimmer. Es ginge um eine Forschungsarbeit und die Probandinnen seien wichtige Versuchsteilnehmer. Er betäubte die Patientinnen hinterlistig unter Inkaufnahme schwerer Komplikationen. Er missbrauchte junge Frauen und zerstörte Seelen für ein Leben.
Die Opfer werden lebenslang damit leben müssen missbraucht worden zu sein. Wer einmal mit einem Menschen gesprochen hat, der sexuellen Missbrauch erlebt hat beginnt zu erahnen das jedes gesprochene Urteil auch im Ansatz keine Gerechtigkeit wieder herstellen kann.
Er machte weiter. Immer neue Opfer, immer neue Verbrechen. Sexspielzeuge die in abartiger Art und Weise eingesetzt und vom Täter in “mehr als 1 Millionen Fotos” (sic!) festgehalten wurden.
Laut Verteidigung alles bloß “neue, ungewöhnliche und für den Laien unverständliche Methoden der Untersuchung”.
Deshalb stellt sich Heinz auch aufrecht vor die Kameras der Presse. Er sieht sich als unschuldig an.
Er hat bestimmt auch eine Erklärung für den Abend an der Hotelbar mit der 18-jährigen Patentochter seiner Frau die er nach einem Musicalbesuch lege artis abgefüllt betrunken gemacht hat und dann in Hotelzimmer geführt haben soll in welchem er vorher Kameras installiert hat. Auch die dort angefertigten Fotos und Videos wird er dem Richter erkären müssen. Und seiner Frau. Seiner Tochter. Seinem Sohn.

Und dennoch ist er kein schwarzes Schaf. Das schwarze Schaf kann nichts dafür, dass es keine weiße Wolle hat. Heinz hat seine Verbrechen selber zu verantworten. Er hätte die Wahl gehabt – und hat sich für die böse Seite der Macht entschieden.

Verbrecher wird es immer und überall geben. Unter Politikern, Pfarrern und selbstverständlich auch unter Ärzten. Kriminelle machen sich die Sorglosigkeit ihrer Opfer in vermeintlich geschützten Umgebungen zunutze und wissen diese für ihre abartigen Pläne auszunutzen. Sie gewinnen dann Macht über uns wenn es ihnen gelingt alle anderen die diesen Beruf ausüben unter einen Generalverdacht zu stellen und wir ihnen nicht mehr vertrauen.

Mein Unverständnis darüber wie ein Mensch der offensichtlich alles im Leben erreicht hat, was man erreichen kann – Haus, Familie, Karriere – solche Verbrechen planen und durchführen kann, erwiderte eine von mir geschätzte Oberärztin
“Nein Narkosedoc. Der hat nicht alles. Der hat bald gar nichts mehr. Zu Recht.”

Quelle:
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/chefarzt-aus-bamberg-untersuchungen-mit-sexspielzeug-a-1027342.html

http://www.sueddeutsche.de/bayern/prozess-gegen-bamberger-ex-chefarzt-die-vernichtung-von-dr-w-ist-in-vollem-gang-1.2424842

Adnex:
Vielleicht war alles ganz anders als die wenigen von den Gerichtsreportern dargestellten Fakten es erscheinen lassen. Es ist Aufgabe der Justiz die vorliegenden Fakten zu bewerten und es geht mir nicht um eine Vorverurteilung. Ich habe kein Recht dazu über jemanden zu urteilen und hoffe, dass der Prozess fair und transparent zu einem gerechten Urteil führt.

Fachkräftemangel. Klartext.

EIn ärztlicher Kollege aus unserem Team – nennen wir ihn Bijan – hat uns letztens vor Augen geführt wie sich Fachkräftemangel im Alltag bemerkbar macht. Bijan hat nich hier in Deutschland studiert, er kommt aus einem anderen Land und ist hier hin gekommen weil es hier an Ärzten mangelt und wir relativ gut bezahlen. So weit so gut.
Wie wenig Fachwissen aber tatsächlich vorhanden ist und wie oft dies dann mit miserablen Sprachkenntnissen kombiniert zu einer echten Gefahr für den Patienten wird ist uns glaube ich nicht wirklich bewusst.

Das folgende Ereignis ist eigentlich nur mit medizinischem Hintergrundwissen verständlich, ich erzähle es aber trotzdem.
Ich bekam ein Gespräch zwischen Bijan und seinem Kollegen mit. Der Kollege grübelte gerade darüber nach wie er einer Patientin mit Z.n. mechanischem Aortenklappenersatz unter dauerhafter oraler Antikoagulation mit Marcumar nun für die elektiv geplante Hüft-TEP ein Bridgingschema planen könnte um überlappend mit Enoxaparinspritzen die Zeit bis zur OP und danach überbrücken zu können. Dafür gibt es eigentlich Tabellen und fertige Schemata, einfache Sache.
Frage des Kollegen an Bijan wie man das jetzt nochmal genau machen solle.
Bijan: “Das is alles Humbug! Ich glaube nicht an eine Wirkung von diesen Spritzen. Ich habe es gesehen! Glaube es mir, ich habe es gesehen und Du kannst es auch machen! Gib diese Spritzen einmal oder zweimal oder auch dreimal am Tag und mach eine Kontrolle von der Gerinnung. Quick, PTT, INR, es bleibt immer alles gleich. Das brauchst Du nicht zu machen!”
fachkräftemangel deutschland ärzte gastärzte rumänien litauen osteuropa afrika realität
In solchen Momenten bin ich dann doch sehr zwischen Lachen und Weinen hin und her gerissen. Es sind ja alles durch die Bank sehr nette Menschen, aber wir erleben solche und ähnliche Situationen jeden Tag. Mehrmals.
Und irgendwann ist es nicht mehr lustig. Es ist mein Alltag. Und ich Frage mich ob man Kritik am System äußern darf oder ob man dann direkt als radikaler Rassist abgestempelt wird. Obwohl das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Ich bin ja selber nur Gast hier.

Stell Dir vor, Du hast neben Dir im Büro einen Kollegen.
Ihr macht die gleiche Arbeit, ihr verdient das gleiche Geld. Weil er noch Probleme mit der Sprache hat, schafft er es nicht so viele Akten zu bearbeiten wie Du. Dein Chef sagt das ist OK, er ist ja noch nicht so lange hier, Du mögest bitte Geduld haben.
Außerdem bittet er Dich seine Arbeit auch noch mit zu machen und gehst deshalb meistens auch etwas später nach Hause als Dein Kollege. Tagsüber kümmerst Du Dich auch noch um die Notfälle, für die Notfallbearbeitung hat Dein Kollege noch keine Lizenz deshalb musst Du das jetzt immer machen. Zusätzlich.
Wenn Du Dir Zeit nimmst und ihm was erklärst lächelt er freundlich, sagt so Dinge wie “ja, das ist gut” oder auch “OK” und andere zustimmende Nettigkeiten. Wenn er dann genau das identisch wiederholen soll merkst Du dass er nichts von dem was Du ihm in aller Ruhe erklärt hast verstanden hat. Du fängst am nächsten Tag von vorne an.
Die dringend notwendigen Botengänge über die anderen Flure lässt er weg – er spricht ja nicht die Sprache der anderen. Was soll er in deren Zimmer wenn er sich nicht mit denen unterhalten kann. Die anderen Büros bleiben also mit ihrem Problem allein, es sei denn Du kümmerst Dich darum. Zusätzlich.
Ein neuer Monat, ein neuer Gehaltscheck. Du hast erfahren, dass Dein Kollege eine Sondervergütung ausgehandelt hat, weil er ja schon Sprachlevel B1 attestiert bekommen hat. Du fragst Dich wie das sein kann und denkst Dinge die Du lieber für Dich behältst. Außerdem bekommt der Kollege jetzt wöchentliche Sprachkurse finanziert. Das ist gut, nur so wird eine sinnvolle Kommunikation in Zukunft vielleicht mal möglich werden. Der Sprachkurs wird vom Chef bezahlt.
Dein Fortbildungsantrag wird abgelehnt “sie sehen ja, dass wir hier im Moment unmöglich auf sie verzichten können”.
Für die Zeit des Sprachkurses wird Dein Kollege von der Arbeit freigestellt, Du bearbeitest in der Zeit seine Akten. Du bekommst die Mehrarbeit nicht vergütet oder als Freizeitausgleich sondern bekommst von der Personalleiterin die Anweisung Dich besser zu organisieren, dann sei die Arbeit auch im vorgegebenen Rahmen zu schaffen. Das ihr vor zehn Jahren mit drei Leuten A-F gemacht habt und nun zu zweit alleine A-Z machen sollt ist unerheblich.
Die Bürger beschweren sich weil ihre Anträge so lange rumliegen und außerdem wolle man mal den Abteilungsleiter sprechen oder besser direkt den Vorstand – so gehe es ja nicht. Du nimmst Dir den Fall an und entdeckst grobe Verfahrensfehler und mehrfach übergangene Standardprozeduren.
Dein Chef bagatellisiert die Fehler, bittet Dich in Zukunft “ein Auge auf die Arbeit des Kollegen zu haben”, es wäre ja auch für Dich unschön wenn sowas in Zukunft nochmal vorkommt. Der Kollege kann ja nichts dafür – jaja, ist noch nicht so lange hier.
In der Mittagspause haben Dein Kollege und seine Landsleute derweil beschlossen zur Personalabteilung zu gehen. Sie beantragen die Beihilfe in der Erledigung von privaten  Finanzangelegenheiten (Steuererklärung, Wohnungssuche etc.) und ihr Sprecher droht gleichzeitig damit direkt zum Nachbarkrankenhaus weiter zu ziehen wenn dem nicht entsprochen wird. Die Truppe bekommt zugesagt, dass sich die Sekretärin des Assistenten der Geschäftsführung in Zukunft um derlei Belange kümmern werde.
Du hast kein Zeit Dich zu wundern denn Du musst raus, Dein Notfallpieper alarmiert. Eine Akte wurde fälschlicherweise nicht abgeheftet und ungesehen an den Bürger zurückgeschickt und liegt völlig auseinander genommen und verzettelt auf der Straße.

An dieser Stelle hinkt der Vergleich nicht nur, er endet hier auch.
Ich arbeite zur Zeit in der Inneren Medizin (um das echokardiografieren besser zu lernen – so war der Plan) und erlebe genau das. Jeden Tag.
Feuer löschen und Brände austreten die andere gelegt haben. Und für die sie viel Geld bekommen. Und damit im Dienstplan ein Name steht und dieser nicht leer bleibt.

Mir ist bewusst, dass das ein sehr heißes Thema ist. Und mir ist auch klar, dass eine Lösung nicht von heute auf morgen zu finden sein wird.
Aber jenseits der Talkshow-Virtualität einer Familie Plasberg darf ich Euch sagen – es sieht heute bereits sehr dunkel aus in deutschen Krankenhäusern der Grund- und Regelversorung. Selbst eine private Vollversicherung garantiert aber auch für rein gar keinen Qualitätsstandard mehr.
Ich kann für Zertifikate an der Wand nicht mehr sehen!
Das dürft ihr gerne rauf und runter diskutieren und schön reden – in den Krankenhäusern die mir bekannt sind ist eine adäquate Versorgung schon lange nicht mehr gewährleistet. Selbst eine Notfallversorgung ist im Krankenhaus in vielen Bereichen einfach nicht mehr gegeben. Muss man ja auch mal so sagen wie es ist.
Selbst unser Geschäftsführer meint, dass wir eine gute Versorgung leisten würden. Es tut mir leid, aber er hat leider einfach keine Ahnung wie es wirklich läuft!
Menschen sterben, weil keiner auf dem Flur ist um ihren Alarm entgegen zu nehmen. Das ist dann so. Menschen sterben weil auf der Intensivstation eine Dialyse falsch zusammen gebaut wird und dann heißt “Naja, die Oma war aber auch schon sehr krank.” .
Wo kein Kläger, da kein Richter.
Peter Alexander Ustinov hat mal gesagt

Heute sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen werden. 

Ich muss mal scharf darüber nachdenken, ob ich dann noch hier sein will.

Wird mal kurz laut.

rettungswagen rast durch die stadt martinshorn laut blaulichtAchtet mal auf der nächsten Alarmfahrt darauf: wenn man mit Martinshorn angeblasen kommt halten viele sich die Ohren zu – und kneifen dann sicherheitshalber auch die Augen zu.
Warum machen die Leute die Augen zu, wenn man mit Martinshorn angeblasen kommt?
Man kann sich die Ohren zuhalten. Das macht einigermaßen Sinn.
Man kann sich auch wegdrehen, dann wird der Schall nicht direkt in die Ohren getrichtert sondern kommt über die Ohrmuschel vielleicht etwas leiser rein.
Man könnte sich auch hinter einer Hauswand verstecken, auch dann wäre es leiser. Oder in einer Mülltonne.
Aber warum kneifen die Leute immer die Augen zu wenn es laut wird?  :-D
Ich finde das herrlich. Ein Massenphänomen. Macht jeder! Völlig unsinnig, aber so sind wir Menschen. Manchmal machen wir eben komische Sachen und wir wundern uns noch nicht einmal darüber.

Verwundert schmunzelnd,
der Narkosedoc